Vorkommen in der Nahrung
Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement, das in vielen Nahrungsmitteln in unterschiedlichen Mengen vorkommt. Besonders kupferreich sind Innereien wie Leber und Nieren sowie Fisch und Krustentiere. Für Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, kann die Deckung des Kupferbedarfs herausfordernd sein. Pflanzliche Lebensmittel, die Kupfer liefern, umfassen Vollkornprodukte, Nüsse, Schokolade, Kakao und Hülsenfrüchte. Auch neu verlegte Wasserleitungen, besonders bei niedrigem pH-Wert des Wassers, können zur Kupferzufuhr beitragen.
Physiologische Effekte
Eisenstoffwechsel
- Kupfer ist ein Cofaktor bei der Umwandlung von Speicher-Eisen (Ferritin) in Transport-Eisen (Transferrin).
Antioxidans
- Es unterstützt den Abbau von Sauerstoffradikalen durch die Superoxiddismutase, ein antioxidativ wirksames Enzym.
Melaninproduktion
- Kupfer wirkt als Cofaktor der Tyrosinase, die für die Pigmentierung von Haut und Haaren wichtig ist.
Kollagensynthese
- Es trägt zur Quervernetzung von Kollagen und Elastin bei, was die Hautstruktur stärkt.
Energiestoffwechsel
- Kupfer ist ein Cofaktor der mitochondrialen Atmungskette und unterstützt die Energieproduktion in den Zellen.
Kupferbedarf und Besonderheiten
Der tägliche Kupferbedarf liegt laut D-A-CH-Referenzwerten für Erwachsene bei etwa 1 bis 1,5 mg. In bestimmten Lebensphasen oder bei erhöhtem oxidativem Stress, chronischen Entzündungen oder Schwermetallbelastung kann der Bedarf steigen. Auch eine langfristige Einnahme von hochdosiertem Zink kann den Kupferstatus negativ beeinflussen, da Zink die intestinale Kupferaufnahme hemmt.
Ein Kupfermangel ist in westlichen Ländern zwar selten, kann aber bei bestimmten Risikogruppen auftreten – zum Beispiel bei Magen-Darm-Erkrankungen mit Malabsorption (z. B. Morbus Crohn), bei parenteraler Ernährung, oder bei langfristiger Unterversorgung durch stark einseitige Ernährung. Die Folgen eines Mangels reichen von Blutarmut über neurologische Störungen bis hin zu Immundefiziten.
Auch bei Lebererkrankungen spielt Kupfer eine besondere Rolle – sowohl bei Überladung (z. B. Morbus Wilson) als auch bei Mangelzuständen. Die Leber ist das Hauptspeicherorgan für Kupfer und reguliert den Kupferhaushalt über die Galle.